Ein kleiner Pressetext...
Durch diverse Gigs in vielen namhaften Clubs Mitteldeutschlands und den Betrieb der mittlerweile geschlossenen Gattersburg (1999-2003) ist der selbsternannte Scratchaholic seit vielen Jahren eine feste Größe in der sächsischen Partylandschaft - seit Anfang 2003 unter anderem unterwegs als Resident-DJ der Hard&Smart Crew, welche die legendären Parties in der Zuckerfabrik Laucha und den dortigen Industriehallen organisiert. Bei Janosh merkt man, dass da einer steht, der schon über 15 Jahre dabei ist und sich nicht nur auf 2 Turntables beschränkt...
Noch ein kleiner Pressetext...
Warum lächelt der nicht mal? Diese oder ähnliche Fragen stehen wohl öfters im Raum, wenn der passionierte Scratchaholic hinter den Plattentellern arbeitet. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn zum Feiern sind schließlich die anderen da. Ein DJ muss schon mehr leisten, als seine Hände in die Luft zu werfen und sich über seinen tollen Job zu freuen. Und so wird bei Janosh jedes Set ein erklärter Angriff auf die Langeweile. Jede Platte, jeder Mix veredelt durch seine besondere Note, verfeinert mit Accapellas und Scratches en masse. Seit einigen Jahren verzichtet er darum auch nicht mehr auf den dritten Player, der seine Auftritte um ein vielfaches abwechslungsreicher werden lässt. Bei soviel Power und Innovation kann man dann auch mal auf’s Lächeln verzichten...
Die ganze Wahrheit, und nichts als die Wahrheit...
Es war wohl eine kalte Winternacht im Mai, als am 15.April anno 1972 ein kleiner Fettklops erstmals das schale Mondlicht des Kreißsaales der genossenschaftlichen Krankenstation 7C Grimma erblickte. Damals wagte noch niemand zu hoffen, dass es dieser kleine Furz einmal zu Ruhm und Reichtum bringen würde… wird er wohl auch nicht, aber immerhin hab ich ´ne eigene Website! So werfen wir einen kleinen Blick auf mittlerweile über 30 Jahre Bühnenerfahrung auf der Spielwiese des Lebens. *schmalz*
Bilddokumente der ersten 30 Monate qualvollen Sprechen- und Laufen-Lernens existieren wohlweislich nicht mehr, doch als ich mich endlich ans Steuer meines ersten Sportwagens setzen durfte, war ich widerwillig auch zu Pressefotos bereit.
Nach den üblich Torturen - Krippe, Kindergarten - die man im Anfangsstadium der Pubertät damals erleiden musste, versuchte man mir wie auch vielen anderen Leidensgenossen den Beginn des 10jährigen Martyriums an der Polytechnischen Oberschule „Edwin Hoernle“ Belgershain zu versüßen… na ja, hat wohl auch geklappt…
Erst einige Jahre später musste ich am eigenen Leib erfahren, wie uncool es ist, vom Lehrer Papa (Erdkunde) beim Hausaufgaben schummeln erwischt zu werden… mittlerweile sind’s nur noch unscheinbare Narben, aber die 80er waren echt blutig, Junge...!
Doch die Dekade von Duran Duran, Erasure und Bronski Beat war es auch, die mich - endgültig und nicht mehr wegzudenken - zur Musik brachte. Als Techniker meines Bruders, seines Zeichens staatlich geprüfter Schallplattenunterhalter (warum auch immer das so hieß…?!) der Stufe C (= ganz schön doll), bereiste ich ab 1986 (mit 14, jawohl!) alle angesagten Dorfdiscos der Umgebung, Diskothek Capricorn on tour.
Na ja, Techniker hieß es in der Genehmigung…hab halt die Kassetten gewechselt… Ja, liebe Kinder, da war nix mit Schallplatten und Silberlinge – schön immer dienstags MAXI’S MAXIMAL auf NDR 2 hören und mitschneiden! Samstagvormittag kam auch immer ne coole Sendung, aber da war Schule… f**k
Irgendwie dachte ich damals, ich müsste Informatik studieren, obwohl ich diesbezüglich weder Interesse noch Ahnung hatte. Klingt komisch, war aber so. Also erstmal Penne, äh, Erweiterte Oberschule „Ernst Schneller“ Grimma. Da ging’s auch ganz gut voran, aber nachdem ich mich dann 1990 im Kapitalismus, mit Westgeld und (fast) versauter Bio-Prüfung wieder fand, ging’s kurzerhand in die Lehre der Industrieelektronik, bei der ich zwar ebenfalls weder Interesse noch Ahnung hatte, aber das wollte ich ja irgendwie so eben mal damit ändern…dachte ich. Hmmm.
1991 wurde dann unsere Homebase (so heißt das wohl heutzutage), das Klubhaus Threna (betrieben und gemanagt von Mama & Papa), von einer Mannschaft Kurzgeschorener dem Erdboden gleichgemacht. Mein Bruder hatte dann irgendwie keine Lust mehr auf den Scheiß und auch für mich wurde das DJing eher uninteressant. Aber meinen ersten Plattenspieler hatte ich nun schon mal, und Disco DanceMix aus Trebsen, jetzt besser bekannt als DJ Kiss überzeugte mich schließlich davon, dass die ganzen jetzt mit neuer Licht- und Tontechnik versehenen Dorfdiscos dringend DJ’s brauchen… War einfach ne gute Zeit zum neu durchstarten.
Erste Stationen waren die Läden in Beiersdorf, Hausdorf und Großbardau (Namen weiß ich nicht mehr… ), dann 1993 die erste Großraumdisco --> FLASH, Altenburg!
Nach Ende der Lehre kommen 1994 dann Zivildienst und danach idealerweise Nebenjob im Plattenladen...
Mit der Zeit formt sich auch der persönliche Musikgeschmack und –stil. Man quält die Player halt, so gut man kann. Just like a scratchaholic. Nun kam es mir auch in den Sinn, meine gewogenen Mitmenschen mit Eigenproduktionen quälen zu müssen... In Zusammenarbeit mit dem Leipziger DJ und Producer Jens Maiwald entstand Mitte 1998 der Track "Elvis (in a rocketship)", der auch auf Vinyl & CD veröffentlicht wurde.
Nach einigen Sightseeing Tours nach London 1998 bin auch ich vom damals in England grassierenden BigBeat-Virus infiziert, finde aber zu einer eigenorganisierten Party im Werk II (Leipzig) nicht viele Gleichgesinnte… Also weiterhin House-Music drehen, die FatboySlim-Scheiben bleiben zuhause… :-(
Im Laufe der Jahre kommen und gehen Discos und Clubs und man selbst würde alles eigentlich viel besser machen als die anderen... Also mal was eigenes..?! 1999 ergibt sich die Gelegenheit, als Silvio Gasch und bereits erwähnter DJ Kiss in Grimma die alte HO Gaststätte Gattersburg zum House-Club um- und aufmöbeln wollen. Meister Kiss hat andere Pläne und will dann doch nicht mehr, also bin ab April 99 ich dabei. Während der Club Gattersburg nach und nach Gestalt annimmt, wird für die "DJ VIBES '99" - Party in Taucha ein Sampler produziert, zu dem auch ich einen Track beisteuern sollte. Dabei entsteht - wieder im Studio Maiwald - der Big Beat Track "Move to the Bigband", den ich persönlich mittlerweile zwar mit seinen kitschigen Samples etwas verspielt, aber trotzdem weitaus gelungener finde, als unsere erste Produktion.
Im September 1999 geht's dann endlich los im Club Gattersburg, nach furiosem Start läuft der Club wechselhaft, nicht zuletzt wegen viel Negativpropaganda from da underground…
Nach anderthalb Jahren gibt’s dann auch so starke Unstimmigkeiten zwischen den Betreibern, dass schließlich einer gehen muss. Darüber gibt’s so viele Gerüchte, dass es unfair wäre, diese Illusionen hier zu zerstören ;-)
Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und des Überangebotes ist der Club Gattersburg letzten Endes nun doch zum Scheitern verurteilt. Meine GeburtstagsParty zu Ostern 2003 war gleichzeitig die unwiederbringlich letzte House Party in den Gefilden der Burg.
Dann ging's im Prinzip von vorne los, ohne den Background eines eigenen Clubs... Aber durch die Residency bei der Hard & Smart Crew und im Leipziger Nachtcafé gerät doch alles in die richtigen Bahnen. Und seit der Gründung des Breakfastklub mit Scratchaholic-Kollege Nick D-Lite gibt's nun kein Halten mehr...
DJ Janosh Residencies
1993 – 1996 FLASH Altenburg, TIFFANY Frohburg
1996 – 1999 QUEEN Berlstedt, TIFFANY Frohburg
1999 – 2002 GATTERSBURG / SMOVE CLUB Grimma
QUEEN Berlstedt, CULT Neukirchen
ab 2003 HARD & SMART Laucha, NACHTCAFÉ Leipzig
ab 2006 DUSTED DECKS Booking Agency